
Borreliose
Borreliose ist in der frühen Infektionsphase gut mit Antibiotika therapierbar.
Bei fast jedem dritten Stich durch eine infizierte Zecke werden Borrelien übertragen. Wenn das Immunsystem die Erreger nicht sofort eliminiert, entwickelt sich eine Borrelien-Erkrankung, die grundsätzlich in drei Stadien verläuft: Typisch für Stadium I ist eine Hautrötung an der Stichstelle, die sich in der Fläche ausbreitet und sich von der Stichstelle fortbewegt («Wanderröte», Erythema migrans). Tückischerweise wird diese Rötung häufig aber nicht gebildet, ein wichtiges Erkennungsmerkmal der frühen Borreliose bleibt somit unsichtbar. Antikörper gegen die Borrelien sind in der Regel drei bis vier Wochen nach Infektion im Blut nachweisbar, manchmal auch erheblich später.
Stadium II der Borreliose ist gekennzeichnet durch Gelenkbefall (Arthritis), während im Stadium III das zentrale Nervensystem den Hauptort der Krankheitszeichen bildet (Neuroborreliose). Bis zu diesem Zeitpunkt können Monate bis Jahre vergangen sein. Je später eine antibiotische Therapie begonnen wird, desto intensiver (intravenös) und langwieriger (oft mehr als sechs Wochen) gestaltet sie sich.
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http://www.europaeische-Zeckeninformation.de

