Krankheitsträger Zecke

Von Zecke gestochen worden?

Wir sagen Ihnen, ob der Parasit verseucht war

Ein kleiner dunkler Knubbel in der Kniekehle, im Nacken oder in der Achselhöhle. Bei näherem Hinsehen stellt sich heraus: Eine Zecke hat sich festgebissen und saugt sich mit Blut voll. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann gefährlich werden. Und wegen des Klimawandels und des zunehmend milden Wetters steigt das Zecken-Risiko immer mehr.

Viele Zecken haben es nämlich in sich – gefährliche Viren und Bakterien.

Aus der Speicheldrüse und dem Darm der Parasiten können diese Erreger bei einem Stich in die Wunde gelangen und zu einer tückischen Infektion führen. Hauptsächlich geht es um die durch Viren ausgelöste Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis, abgekürzt FSME) und um Borreliose, eine entzündliche bakterielle Erkrankung mit vielfältigen und oft unklaren Symptomen an Gelenken, Muskeln, Nerven, Herz oder Haut, die noch Jahre später plötzlich auftreten können. Aber zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr mit dem Zeckenstich in Verbindung gebracht werden.

Deshalb sind Menschen, die eine Zecke an sich bemerken, gut beraten, sich ohne Verzug Gewissheit zu verschaffen.

Genauen Aufschluss gibt ein Antikörpertest: Der Nachweis von Antikörpern im Blut zeigt an, dass das Immunsystem sich mit FSME-Viren oder Borrelien-Bakterien auseinandersetzt. Diese Antikörper bilden sich nach zwei bis drei Wochen.

Für eine Therapie nach dem Stich einer verseuchten Zecke gilt aber: Je früher, desto besser. Manche Ärzte verabreichen ihren Patienten deshalb sofort Antibiotika – also noch ehe geklärt ist, ob der oder die Gestochene sich überhaupt infiziert hat. Das ist problematisch, weil unnötige Antibiotika-Gaben dazu führen, dass dieses Mittel zunehmend unwirksamer wird.

Ein echter medizinischer Fortschritt ist ein Nachweisverfahren, das Krankheitserreger schon in der (toten oder auch noch lebendigen) Zecke aufspürt. Dafür wird die Zecke ganz vorsichtig entfernt, und zwar am besten mit einer feinen Pinzette oder einer Zeckenschlinge (gibt’ z.B. in der Apotheke).

Das Tierchen wird auf ein Blatt Papier aufgeklebt oder in eine leere Filmdose getan und zum Arzt gebracht oder gleich an unser Spezial-Labor geschickt.

Dort können binnen weniger Stunden mithilfe einer so genannten PCR (Polymerase-Kettenreaktion) auch winzige Mengen von Infektionserregern im Darminhalt der Zecke zu Tage gefördert werden. Die Identifizierung erfolgt auf der Basis von DNA-Analytik. Das heißt, es wird geprüft, ob die Erbsubstanz von Borrelien oder FSME-Viren in der Zecke nachweisbar ist.

Einziger Wermutstropfen: Die Zecken-PCR ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die Kosten von zirka 30 € (Borrelien) beziehungsweise 45 € (FSME) sind also aus eigener Tasche zu zahlen.

Zeckenschnelltest

Senden Sie den folgenden Anforderungsschein ausgefüllt zusammen mit der Zecke zur Untersuchung ein.

Anforderungsschein-Zeckenschnelltest

Kontakt zum Zeckenlabor

Hotline 018050-ZECKE

(018050-93253 / 12 ct/Min.)

E-Mail info@zeckenlabor.de