
Lebensraum der Zecke

- Zecke auf Grashalm
Zecken lieben es warm und feucht. Deshalb werden sie in der Regel erst im März wieder aktiv, wenn die Temperaturen langsam steigen. Seitdem die Winter in Deutschland milder werden, fallen immer weniger Zecken in die Winterstarre, sodass - abhängig von der Region - immer häufiger aktive Zecken im Zeitraum November bis Februar gefunden werden.
Zecken bevorzugen Waldränder und Waldlichtungen in Laub- und Mischwäldern ohne Unterwuchs. Ebenfalls beliebt bei Zecken sind Bachränder und Gräser und krautige Pflanzen an Wegrändern. Auf Bäumen sind Zecken dagegen niemals anzutreffen. Die weit verbreitete Vorstellung, Zecken stürzten sich von den Bäumen auf ihre »Opfer«, stimmt daher nicht.
Zecken haben einen komplexen Entwicklungszyklus von der Larve, über die Nymphe zur erwachsenen Zecke. In jedem Entwicklungsstadium braucht die Zecke eine Blutmahlzeit von einem Wirt z.B. von Mäusen, Igeln, Vögeln und Rehen. Zecken erklettern die Vegetation und »finden« ihre Wirte durch ein besonderes Sinnesorgan (Haller´sches Organ). Von einem Wirt lässt sich die Zecke abstreifen und sucht eine Körperstelle mit dünner Haut auf, die besonders warm ist (Kniekehlen, unter den Armen, Leistengegend). Dann erfolgt der Stich, bei dem die Zecke mit dem Speichel den Stechapparat in die Haut »zementiert« und gleichzeitig den Einstich betäubt. Anschließend saugt die Zecke bis zu 10 Tage Blut und nimmt dabei das bis zu 200-fache ihres eigenen Körpergewichtes an Blut auf.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.zecken.de

